Case Study: Notfall-Kühlung in der Gießerei mit Mietkältelösung

Case Study: Notfall-Kühlung in der Gießerei mit Mietkältelösung

Case Study: Notfall-Kühlung in der Gießerei

Wie AHU-Lüftungsgeräte die Schmelzleistung retteten

Wenn in einer Gießerei die Kühlung ausfällt, steht der gesamte Betrieb. Genau vor dieser Herausforderung stand ein Gießereibetrieb: Ein massiver Frostschaden hatte die vorhandenen V-Freikühler irreparabel beschädigt. Die Produktion drohte komplett zu lahmen. Die Lösung? Eine extrem flexible Mietkälte-Kombination aus Air Handler Units (AHUs = Lüftungsgeräte), die spontan und erfolgreich, als Freikühler zweckentfremdet wurden.

Die Ausgangslage: Produktionsstopp am Inductotherm-Schmelzofen

Der Gießereibetrieb arbeitet mit einer Inductotherm-Schmelzanlage (2.000 kW Umrichterleistung mit zwei 3-Tonnen-Stahlmantelöfen). Um mindestens einen Schmelzofen kontinuierlich zu betreiben, wird eine dauerhafte Kühlleistung von mindestens 500 kW benötigt; bei einem Vorlauf von 65° C und einem Rücklauf von 45° C und einem Volumendurchfluss (Wasserdurchfluss) von 450 l/min.
Durch das Auffrieren beider V-Freikühler im Außenbereich fiel die bisherige Kühlung schlagartig aus. Da die Wiederbeschaffung fester Freikühler Wochen oder Monate in Anspruch genommen hätte, musste sofort eine temporäre, aber voll belastbare Überbrückung her.

Die pragmatische Lösung: Air Handler Units (AHU) als mobiler Freikühler-Ersatz

Anstatt auf langwierige Neulieferungen zu warten, setzte unser IKG Industriekälte-Team auf flexible Miet-Lüftungsgeräte (IKG Airbox 150).
Air Handler Units verfügen über Hochleistungs-Wasser-Luft-Wärmetauscher und kraftvolle Ventilatoren. Wird das 65° C heiße Prozesswasser durch das Wärmetauscher-Register des Air Handlers gepumpt und von der kühleren Umgebungsluft umströmt, funktionieren die AHUs im Außenbereich 1:1 wie ein klassischer Trockenkühler / Freikühler.

Skalierbar je nach Jahreszeit und Außentemperatur:

  • Winter/Frühjahr: Bei niedrigen Außentemperaturen reichten zwei IKG Airbox 150 aus, um die geforderten 500 kW Wärmelast problemlos abzuführen.
  • Betrieb bis Ende April: Mit steigenden Außentemperaturen wurde die Anlage modular um einen dritten Air Handler erweitert. So blieb die Kühlleistung auch bei wärmerer Umgebungsluft stabil.

Energie sparen mit Köpfchen: Drehzahlregelung als Lösung

Ein entscheidender Vorteil der Mietlösung von IKG Industriekälte war die integrierte, intelligente Steuerung:

  • Die Ventilatoren der AHUs wurden in Abhängigkeit von der Rücklauftemperatur des Wassers geregelt.
  • Fällt die Außentemperatur oder sinkt die Auslastung des Ofens, drosseln die Lüfter automatisch ihre Drehzahl.
  • Das Ergebnis: Anstatt durchgehend auf 100 % Volllast zu laufen, verbraucht die Anlage nur genau so viel Strom wie im jeweiligen Moment benötigt wird. Das schont nicht nur die Komponenten, sondern drückt die Betriebskosten auf ein Minimum.

Das Ergebnis: Zero Downtime und volle Kundenzufriedenheit

Dank der schnellen Bereitstellung und der unkomplizierten Einbindung über flexible Panzerschläuche konnte die Gießerei ohne lange Ausfallzeiten direkt weiterproduzieren.
„Es läuft alles einwandfrei, die Produktion ist gewohnt am Laufen.“ war das Fazit unseres Kunden.

Mietkälte von IKG Industriekälte: unsere Kälteexperten finden die passende Mietlösung

Ob geplanter Umbau, saisonale Leistungsspitzen oder unvorhergesehener Notfall durch Frostschäden: Prozesskühlung muss nicht starr sein. Durch z.B. den cleveren Einsatz, wie in vorliegendem Fall, skalierbarer AHU-Module lässt sich Kühlleistung extrem schnell bereitstellen und durch moderne Drehzahlregelung gleichzeitig hochgradig energieeffizient betreiben.

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